Außenbeziehungen

Wo ist das Leben, das uns gebührt. Wo die Paläste, die Auf­gaben, der Ruhm. Sind wir keine Wun­der. Warum blüht es nicht dort, wo wir wan­deln, und beu­gen die Bestien ihre Häupter. Warum weichen die Wellen nicht und fallen die Sterne. Wo ist das Heulen aus tausend Kehlen, wo ist das Geleit zum Tri­umph, die Denkmäler, die für immer ent­flammten Herzen, die Throne und die pur­purge­bore­nen Erben. Warum erwachen wir nicht und wer­den das, was man sich versprach.

Sind wir denn keine Zen­tralge­stirne, wenn Trüm­mer um uns kreisen. Sind uns die anderen nicht Stufen, Leit­ern, Brücken und uns ihr Wider­stand nie Graus. Ver­schließen wir nicht die Ohren, wenn die Wirbel bersten und die Häute reißen, unter unserer süßen Last. Ver­weigern wir nicht das Mit­ge­fühl, verneinen wir nicht das Ja von außen, reißen wir nicht am weitesten die Mäuler auf.

Tanzen wir nicht im Wahn­licht lächer­licher Macht, schin­den in ihrem Auf­trag und füllen die Gräber. Ist man mit uns nicht genug ver­raten und verkauft, laben wir uns nicht dankbar an Resten und kläf­fen willfährig Lüge um Lüge. Sind wir nicht endlich die Abwe­sen­heit unserer selbst, Maschi­nen des Auf­stiegs und der Ver­drän­gung. Wo ist das Leben, das uns gebührt, warum gehorcht nie­mand unseren Befehlen, warum will nie­mand für uns vergehen.

Das Album For­eign Rela­tions auf Band­camp
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