Außenbeziehungen

Wo ist das Leben, das uns gebührt. Wo die Paläste, die Auf­gaben, der Ruhm. Sind wir keine Wun­der. Warum blüht es nicht dort, wo wir wan­deln, und beu­gen die Bestien ihre Häupter. Warum weichen die Wellen nicht und fallen die Sterne. Wo ist das Heulen aus tausend Kehlen, wo ist das Geleit zum Tri­umph, die Denkmäler, die für immer ent­flammten Herzen, die Throne und die pur­purge­bore­nen Erben. Warum erwachen wir nicht und wer­den das, was man sich versprach.

Sind wir denn keine Zen­tralge­stirne, wenn Trüm­mer um uns kreisen. Sind uns die anderen nicht Stufen, Leit­ern, Brücken und uns ihr Wider­stand nie Graus. Ver­schließen wir nicht die Ohren, wenn die Wirbel bersten und die Häute reißen, unter unserer süßen Last. Ver­weigern wir nicht das Mit­ge­fühl, verneinen wir nicht das Ja von außen, reißen wir nicht am weitesten die Mäuler auf.

Tanzen wir nicht im Wahn­licht lächer­licher Macht, schin­den in ihrem Auf­trag und füllen die Gräber. Ist man mit uns nicht genug ver­raten und verkauft, laben wir uns nicht dankbar an Resten und kläf­fen willfährig Lüge um Lüge. Sind wir nicht endlich die Abwe­sen­heit unserer selbst, Maschi­nen des Auf­stiegs und der Ver­drän­gung. Wo ist das Leben, das uns gebührt, warum gehorcht nie­mand unseren Befehlen, warum will nie­mand für uns vergehen.

Das Album For­eign Rela­tions auf Band­camp
Das Video zu Father­land auf Youtube

Vor Freude wie von Sinnen

In einer ewigen Wiederkehr treten wir auf, wo es nach Arbeit klingt und wo bunte Lichter tanzen. Wir heben die Arme nicht zum Schutz, nehmen jeden Hieb und beu­gen die Stirn bis zum Boden, weil wir wollen.

Die Ter­ri­to­rien sind immer bere­its abgesteckt, die Schür­frechte verteilt. Sel­ten ger­aten die, die schon da sind, darüber in Streit und wenn im Geheimen. Sie gebi­eten über den Aus­nah­mezu­s­tand, über die Pro­duk­tion­s­mit­tel, den Gefühlshaushalt, den Schein, tra­gen Lar­ven, loben und tadeln, ihre Stim­men voller Kreide, und so ver­traulich ist ihr Duft, wie ein Zuhause. Sie beschenken, damit man ver­gisst, Nein nur zu denken, und wenn sie gehen, sind wir anders, wir fehlen uns und sind uns leer.

Sie ken­nen kein inneres Erleben, wis­sen aber um das Wollen. Sie treiben damit Han­del und han­deln niemals fair. Aus dem Tem­pel ver­trieben, sind sie nun in den Städten, in jedem Heim. Sie sind Legion, sie ver­wan­deln uns, jeder Wider­stand ist zwecklos.

Das Album Out of Our Minds with Joy auf Band­camp
Das Video zu Black Ocean Girls auf Youtube